témoignage Joëlle

Témoignage vun enger Bénévole, Joëlle

Temoignage vun enger Benevole, Joëlle


Jeden Samstag oder Sonntag besuche ich die Bewohner des Pavillons in Heisdorf mit einem meiner beiden Hunde, namens Fietje und Grisu. Es ist für mich der schönste Moment der Woche, wenn ich in die glücklichen Gesichter der Bewohner und Hunde blicken darf. Jeder Besuch ist einzigartig, jede Begegnung besonders und jede Interaktion berührend.


Schon lange hegt mich der Wunsch, die Bewohner des Tricentenaires wiederzusehen und ihnen schöne Moment ermöglichen zu können. Denn als ich 15 Jahre alt war, hatte ich das Glück ein einwöchiges Sozialpraktikum in der Résidence Niko Kremer ausfüuhren zu dürfen. Fast 8 Jahre später, arbeitete ich 4 Wochen während meinen Sommerferien im gleichen Haus. Ich war beeindruckt, von der Leistung der Mitarbeiter, berührt von den Bewohnern, die ich tief in mein Herz geschlossen habe. Ich fühlte mich von Anfang an wohl im Tricentenaire und ich nahm mir fest vor eines Tages hier hin zurückzukehren. Ich schloss mein Studium zur Grundschullehrerin ab, fand eine Arbeitsstelle, wie auch eine erste eigene Wohnung in Diekirch. Da ich nun allein wohnen sollte beschloss ich Fietje zu mir zunehmen. Ein sensibler, intelligenter Kleinpudel, der nun fortan mein Leben bereicherte.


Schon früh begann ich mit ihm die Schulhundeausbildung, damit er die Schüler auf schulischer und emotionaler, seelischer Ebene unterstützen kann. Dabei merke ich immer wieder, wie er aufblüht, wenn er seine „Arbeit“ erledigen darf. So unterschiedlich die Situationen auch sind, die während seiner „Arbeit“ auftreten, eines haben sie alle gemeinsam: die Menschen verabschieden sich mit einem Lächeln von dem glücklichen, zufriedenen Hund und lassen einen an ihrer Vorfreude für den nächsten Besuch teilhaben.

Vor 7 Monaten kam dann noch Grisu in mein Leben. Ein verschmuster, lebendiger und empathischer Königspudel. Fast zur gleichen Zeit, hatten Fietje und ich alle Prüfungen zum Besuchshund gemeistert. Als ich mein Diplom das erste Mal in der Hand hielt, wurde mir klar, dass Fietje und Grisu nicht nur in der Schule Positives bewirken könnten, sondern auch in anderen Institutionen. Ich fragte beim Tricentenaire nach ob vielleicht Interesse bestünde, dass ich die Bewohner mit meinen Hunden unterstützen könnte und die Rückmeldungen waren sehr positiv. So konnte ich meinen lang gehegten Vorsatz endlich in die Tat umsetzen. Und was soll ich sagen… Es ist einfach großartig. Jedes Mal, wenn ich in Gebäude eintrete, werde ich empfangen, als ob ich zu einer großen Familie gehören würde. Auch haben die Mitarbeiter, wie auch die Bewohner großes Verständnis, wenn es mir mal nicht so geht und ich nicht kommen kann.
Ich selbst bin nicht ganz gesund, hatte viele Hürden in meinem Leben zu meistern und vielleicht ist es auch gerade dieses Detail, das mir Kraft gibt, anderen Menschen eine Freude zu bereiten, fördernde Aktivitäten zu planen, ihnen Zeit zu schenken und für sie da zu sein. Wenn auch nur für sehr kurze Zeit. Ich würde sogar behaupten, dass die Hundebesuche mir genau so sehr helfen, wie den Bewohnern des Tricentenaires.


Ich könnte nun noch lange weiterschreiben, noch genauer auf die Arbeit mit meinen Hunden eingehen, doch daswürde sich noch lange hinziehen. Deshalb möchte ich mich vor allem bei den Bewohnern des Tricentenaires bedanken, dass meine Fietje, Grisu und ich, diese schönen Momente mit ihnen erleben und genießen dürfen. Wir freuen uns auf weitere unvergessliche Augenblicke, wie auch gemeinsame Aktivitäten und sind gespannt wie sich das Projekt weiterentwickeln wird.

Si vous êtes également intéressés par un engagement bénévole au Tricentenaire, contactez-nous au téléphone : 332233-321 ou par mail : infobenevolat@tricentenaire.lu

Share on facebook